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Felines Immunodefizienzvirus (FIV)

1986 wurde das feline Immunodefizienzvirus in Davis (USA) isoliert. Das Virus gehört zu der Familie der Retroviridae, Subfamilie Lentivirus. FIV ähnelt dem humanen Immunodefizienzvirus (HIV) morphologisch und biochemisch, unterscheidet sich aber antigenetisch und ist nicht auf den Menschen übertragbar. Ebenso wie das Feline Leukose Virus (FeLV) produziert das FIV reverse Transkriptase (RT), um die Virus-RNS in das Wirtsgenom zu integrieren. Es gibt fünf verschiedene Subtypen (A, B, C, D, E), die sich in ihrer klinischen Manifestation unterscheiden. Bei einigen kommt es häufiger zu einer Immunsuppression, bei anderen eher zu Organmanifestationen wie z.B. Augenerkrankungen. Das Virus kommt weltweit bei Feliden vor. In der Schweiz sind etwa 1% der Hauskatzen infiziert. Kater sind mehr als doppelt so oft betroffen wie weibliche Katzen. Der Hauptübertragungsweg sind Bissverletzungen. Erwachsene Katzen sind häufiger infiziert als Jungtiere. Die Infektion hat eine lange Latenzzeit, während der die Immunschwäche langsam fortschreitet. Die Krankheit manifestiert sich vor allem durch Immunschwäche mit schwerbehandelbaren Sekundärinfektionen, Myelosuppression, Stomatitis, Tumoren oder neurologischen Symptomen.

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