Atopische Dermatitis bei Hund und Katze
Unter einer atopischen Dermatitis versteht man eine Typ I-Allergie genetisch prädisponierter Tiere auf inhalierte oder über die Haut aufgenommene Allergene aus der Umwelt. In Folge dieser spezifischen Hypersensibilität werden komplexe biochemische und entzündliche Folgereaktionen ausgelöst, die Gewebeschäden hervorrufen oder die physiologischen Vorgänge im Organismus unterbrechen können. Die Anlage, eine atopische Dermatitis zu entwickeln, wird vererbt. Allerdings müssen weitere Umweltfaktoren hinzukommen, damit es zum Ausbruch der Krankheit kommt. Die atopische Dermatitis ist beim Hund – nach der Flohbissallergie – die zweithäufigste Erkrankung der Haut. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 15 % der Hundepopulation betroffen sind.
Die Erstmanifestation der Erkrankung erfolgt bei ca. 70 % der Hunde zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 3. Lebensjahr. Atopien bei Tieren unter 6 Monaten sind extrem selten, da zunächst eine Sensibilisierung des Organismus vorangehen muss. Ein Auftreten der ersten Symptome nach dem sechsten Lebensjahr ist selten. Bei der Katze ist das Auftreten erster Symptome bis zum 14. Lebensjahr beschrieben.
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