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Labordiagnostik bei Lebererkrankungen von Hund und Katze (Teil 1/2)

Die Leber verfügt über eine grosse Reservekapazität in der Ausübung vieler ihrer Funktionen. Das führt dazu, dass relativ spezifische klinische Anzeichen einer hepatobiliären Erkrankung, wie Ikterus, Aszites, Koagulopathie oder hepatische Enzephalopathie erst spät im Krankheitsverlauf auftreten, nämlich dann, wenn die funktionellen Reserven der Leber schon aufgebraucht sind. Hinzu kommt, dass frühe Anzeichen einer hepatobiliären Erkrankung wie Apathie, Anorexie, Polyurie/Polydipsie und Erbrechen sehr unspezifisch sind und mit einer Erkrankung vieler anderer Organsysteme einhergehen können. Daher ist die Interpretation von Laborveränderungen entscheidend, um eine Hepatopathie frühzeitig zu entdecken. In diesem Merkblatt (Teil 1/2) werden wichtige Laborparameter, welche im Blut und im Harn dem Tierarzt Hinweise auf eine Hepatopathie geben können, diskutiert. In einem zweiten Teil werden wir über die Pathophysiologie und die Bedeutung von Abweichungen der Bilirubin- und Gallensäurewerte berichten. Weiterhin werden histologische und zytologische Befunde von Leberproben besprochen.

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